Anis

Anis ist ein vielseitig verwendbare Pflanze, die eine lange Tradition hat und bis heute nichts von ihrem Reiz verloren hat. Als Gewürz dienen die Anissamen zum Verfeinern von Süßspeisen, Backwaren und Spirituosen. Als Heilkraut wird der auch als Süßer Kümmel bezeichnete Doldenblütler u.a. bei Bauchschmerzen, Blähungen und Husten verwendet. 2014 war der Anis sogar Heilpflanze des Jahres.

Herkunft und Vorkommen des Anis

Die genaue Herkunftsregion des Anis ist nicht bekannt. Vermutet wird, dass die Pflanze ihren Ursprung im östlichen Mittelmeergebiet hat. In Ländern, die an dieser Region angrenzen bis nach Westasien, lässt sich Anis heute auch in größerer Anzahl vor allem auf Wiesen wild antreffen.

Anis ist eine wirtschaftlich bedeutende Gewürzpflanze, die heute vor allem in Russland, der Türkei, Syrien, Italien und Indien angebaut wird.

Der Anis, der unter dem botanischen Namen Pimpinella anisum geführt wird, ist ein Vertreter der Doldenblütler (Apiaceae). Diese kräuterreiche Familie bringt u.a. viele weitere bekannte Küchen- und Heilkräuter wie Kümmel, Dill, Fenchel oder wilde Möhre hervor.

Enger betrachtet, zählt der Anis zur Gattung der Bibernellen (Pimpinella), die etwa 150 Arten umfasst. Neben dem Anis dürften hier noch die Kleine und Große Bibernelle bekannt sein, die gelegentlich als Heilkräuter Verwendung finden.

Regional werden noch unterschiedliche Anissorten unterschieden, die sich vor allem durch den Gehalt an ätherischen Öle unterscheiden. So enthält Syrischer Anis mit bis zu 6 Prozent beispielsweise die höchsten Werte des Öls Anethol, während Deutscher Anis lediglich 1,5 bis 2 Prozent beinhaltet.

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